Ach du grüne Neune

In einer plötz­li­chen Ver­wun­de­rung oder in einem Moment des Erschre­ckens ruft man oft en Aus­druck; Ach du grü­ne Neu­ne”. War­um spricht man aber von einer grü­nen Neun und nicht von einer blau­en Drei oder einer roten Acht?

Die grüne Neun

Die grü­ne Neun

Die Erklä­rung über die Ent­ste­hung die­ser Rede­wen­dung ist nicht sicher und rest­los geklärt. Es gibt ver­schie­de­ne Erklä­run­gen dar­über:

  1. Eine Erklä­rung bezieht sich even­tu­ell auf eine Über­tra­gung der fran­zö­si­schen Spiel­kar­ten auf das deut­sche Blatt. Die Pik-Neun ent­spricht der Gras-Neun, also dem Grü­nen Neu­ner, der Grü­nen Neu­ne. Beim Kar­ten­le­gen gilt die Pik Neun tra­di­tio­nell als Kar­te, die nichts Gutes ver­heißt (schwe­re Unan­nehm­lich­kei­ten, Krank­heit, Ver­mö­gens­ver­lus­te).
  2. Eine wei­te­re, alter­na­ti­ve Erklä­rung wird häu­fig die im Volks­mund ver­brei­te­te Bezeich­nung Grü­ne Neu­ne“ für das Wall­ner-Thea­ter in Ber­lin (Blu­men­stra­ße 9 mit Haupt­ein­gang am Grü­nen Weg) ange­führt, das sati­ri­sche, oft gesell­schafts­kri­ti­sche Stü­cke auf­führ­te. Mög­li­cher­wei­se wur­de aber schon das Vor­gän­ger­lo­kal Con­vent­gar­den”, das zeit­wei­se eben­falls als Thea­ter dien­te, so bezeich­net.
  3. Schließ­lich gibt es noch eine Erklä­rung, die von der tra­di­tio­nel­len Bedeu­tung der neu­ner­lei Kräu­ter” (im Volks­brauch häu­fig ver­wen­det) aus­geht. Neu­ner­lei Kräu­ter soll­ten in einem Kräu­ter­bü­schel sein, wel­ches zu Mariä Him­mel­fahrt (15.8.) in Kir­chen geweiht wiür­de.

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